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Tagesgeldkonto – Was genau sind Tagesgeldkonten ?


26. Dezember 2015 Facebook Twitter LinkedIn Google+ Ratgeber



Das Tagesgeldkonto – Was sind Konten mit Tagesgeld?

Vor ungefähr zwei Jahrzehnten waren Konten mit Tagesgeld noch weitestgehend unbekannt. Damals wurde zur kurzfristigen Geldanlage üblicherweise das klassische Sparbuch genutzt. Bei einem Tagesgeldkonto habt ihr die Möglichkeit euer Geld verzinslich anzulegen. Wie sich aus dem Namen bereits ableiten lässt, könnt ihr als Inhaber des Kontos „täglich“ über euer Geld verfügen.

Wie ist die Verzinsung bei einem Konto mit Tagesgeld?

Im Gegensatz zu Festgeldanlagen ist die Höhe des Zinssatzes jedoch nicht vorher für einen bestimmten Zeitraum festgelegt, sondern kann variieren. Die Banken und Sparkassen haben hierbei die Möglichkeit die Zinssätze im Tagesrhythmus zu ändern. Die Gutschrift der Zinserträge erhaltet ihr – je nach Anbieter des Kontos – entweder monatlich, vierteljährlich oder jährlich. Der Zinseszins-Effekt ist natürlich auch umso höher, je kürzer die Intervalle der Zinsgutschriften sind. Dieser Aspekt ist in der Praxis jedoch eher vernachlässigbar, da ,im Vergleich zu Felstgeldanlagen, bei Tagesgeldkonten deutlich geringere Zinssätze (ca. 1%) gewährt werden und somit der Zinseszins-Effekt keinen erheblichen Einfluss auf die Höhe der Zinserträge hat. Trotzdem ist die Verzinsung in der Regel deutlich höher als beispielsweise bei einem klassischen Sparbuch. Das liegt daran, dass Konten mit Tagesgeld mittlerweile oftmals online im Internet abgeschlossen werden können und die Banken hierbei folglich Verwaltungskosten einsparen. Diese Kostenersparnis geben die Banken und Sparkassen dann in Form von höheren Zinssätzen an ihre Kunden weiter.

Offensive Marketingstrategien der Banken und Sparkassen

Ein weiterer Grund, weshalb die Zinssätze bei Tagesgeld höher ausfallen, als bei einem klassischen Sparbuch, sind offensive Marketingstrategien einiger Banken und Sparkassen. Sie bieten höhere Zinssätze an, um Neukunden zu gewinnen und versuchen dann weitere Finanzprodukte an diese Neukunden zu verkaufen, um die Umsätze und Gewinne der Bank hierdurch langfristig zu erhöhen. Es kann auch vorkommen, dass Banken und Sparkassen die Eröffnung eines Tagesgeldkontos davon abhängig machen, ob ihr gleichzeitig ein Girokonto oder ein Depot eröffnet und im Gegenzug wird euch eine höhere Verzinsung des Tagesgelds angeboten. Der Abschluss eines Girokontos macht hierbei auch durchaus Sinn, da ein Tagesgeldkonto nur zur Geldanlage und nicht zur Abwicklung des Zahlungsverkehrs gedacht ist. Ihr benötigt also ein Girokonto, um euer Tagesgeld-Guthaben dorthin überweisen zu können. Vom Girokonto aus könnt ihr dann wie gewohnt eure Zahlungen und Überweisungen durchführen. Das Tagesgeld auf eurem Konto könnt ihr also folglich nur in Verbindung mit einem Referenzkonto (i. d. R. Girokonto) für Überweisungen nutzen. Allerdings erhaltet ihr auf Tagesgeldkonten dafür meistens höhere Zinssätze als bei einem Girokonto. Übrigens können Tagesgeldkonten nicht überzogen werden – es handelt sich also um ein Konto, das ausschließlich auf Guthabenbasis geführt wird.

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